IBKS - Ihr Sachverständigenbüro für Schäden an Gebäuden sowie Baupreisermittlung und Abrechnung

Baukostensteuerung

Baukostensteuerung - eine kurze Abhandlung

Der Unterschied zwischen der Baukostensteuerung und der Baukostenkontrolle liegt darin, dass bei der Steuerung aktiv der Weg bestimmt wird. Im Gegensatz dazu ist bei einer Kontrolle nur ein Reagieren möglich, da die Tatsachen bereits vorliegen. Oder bildlich ausgedrückt: Mit Hilfe der Baukostenkontrolle wird der Karren aus dem Dreck gezogen, mit Hilfe der Baukostensteuerung wird der Karren gar nicht erst in den Dreck gelangen!

Ablauf der Baukostensteuerung

Projektstart, Entwurfsplanung:
In einer frühen Projektphase wird durch den Sachverständigen (SV) auf Basis der vorliegenden Entwurfspläne und den Qualitätsangaben eine detaillierte(prüfbare) Mengenermittlung erstellt, mit Hilfe dieser werden dann die Baukosten exakt, das heißt positionsweise, ermittelt. Fehlende Angaben werden durch den SV sinnvoll ergänzt und dokumentiert. Es werden immer 100 % der Baukosten betrachtet. Dadurch, dass sämtliche Mengen und Qualitäten dokumentiert bzw. benannt sind, ist im Folgenden eine Optimierung der Baukosten möglich. Denn nur in frühen Projektphasen ist die Beeinflussbarkeit der Baukosten so hoch, dass hier noch viel bewegt werden kann. Aber nur durch die Kenntnis der Kostendetails kann effektiv optimiert werden, da sämtliche "Stellschrauben" zur Verfügung stehen, was bei den sonst üblichen Kostenschätzungen grundsätzlich nicht der Fall ist.

Genehmigungsplanung:

Mit der Fortführung der Planung wird auch die Mengenermittlung und folglich die Baupreisermittlung fortgeschrieben. Die Auswirkungen von Planungsänderungen und/oder Bauherrenwünschen können nun sofort in ihren monetären Auswirkungen benannt werden, denn hinter jedem gezeichnetem Strich, hinter jedem Bauherrenwunsch stecken Kosten. Aufgrund der durchgängigen Transparenz entsteht bei allen Planungsbeteiligten eine hohe "Baukostendisziplin".

Ausführungsplanung, Ausführung:

Nachdem das Bausoll endgültig festgeschrieben wurde, folgt die Ausführungsplanung. Im Zuge der Ausführungsplanung werden durch den SV die Ausschreibungen erstellt. Auch in dieser Planungsphase wird die Mengen- und die Baupreisermittlung fortgeschrieben. Änderungen werden aufgrund der durchgängigen Transparenz sofort sichtbar und können dem Verursacher direkt zugeordnet werden. Der SV begleitet die Vergaben der Bauleistung in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Während der Bauausführung schreibt der SV die Baukostenentwicklung fort und leitet das Nachtragsmanagement. Denn auch bei einem noch so gut geplanten Bau kann es aufgrund von Bauherrenwünschen oder unvorhersehbaren Ereignissen zu Nachtragssituationen kommen.


Was kostet die Baukostensteuerung dem Bauherrn?

In der Phase "Projektstart" werden deutlich mehr Leistungen erbracht als normalerweise, d.h. gem. dem Leistungsbild der HOAI, üblich sind. Insofern sind die zu bezahlenden Honorare höher. Durch diese "Mehrleistungen" erhält der Bauherr jedoch eine sehr hohe Kostensicherheit - die Gefahr von Baukostenüberschreitungen ist absolut minimiert. Durch die Baukostenoptimierung wird bereits Geld eingespart. Des Weiteren werden in den späteren Projektphasen Honorare dadurch eingespart, dass insbesondere für die Erstellung der Ausschreibungen bereits erbrachte Leistungen (Mengenermittlung) zu einem großen Teil angerechnet werden, womit sich die höheren Honoraraufwendungen in den Anfangsphasen relativieren. Unterm Strich wird der Bauherr mehr Geld sparen als er in die Honorare des SV investieren muss.